Die Translozierung ist ein Verfahren der Gebäudeversetzung. Historische Gebäude, die ihre Funktion am ursprünglichen Standort verloren haben, werden dabei an einen neuen Ort transportiert. So fanden viele dieser Gebäude ihren Weg ins Österreichische Freilichtmuseum.
Zunächst wird das Gebäude zeichnerisch und fotografisch dokumentiert. Jedes einzelne Bauelement wird dabei sorgfältig gekennzeichnet. Erst nach dieser detaillierten Aufnahme kann das Gebäude vorsichtig abgebaut werden. Vor dem Wiederaufbau auf dem Museumsgelände müssen beschädigte Teile restauriert oder durch qualitativ hochwertiges Altholz ersetzt werden. Auch werden durch spezielle Konservierungsmaßnahmen Schädlinge wie Holzwürmer oder der Holzschwamm bekämpft, um das Gebäude langfristig zu erhalten.
Nach dem Wiederaufbau wird das Gebäude vollständig eingerichtet. Es wird mit den notwendigen Hausratgegenständen und Arbeitsgeräten ausgestattet, sodass es völlig funktionstüchtig ist. Besonders wichtig ist die Erhaltung oder Rekonstruktion von Feuerstellen wie Herden und Öfen, da sie eine zentrale Rolle in der Darstellung der damaligen Wohn-, Lebens- und Arbeitsweise spielen. Ist der Wiederaufbau abgeschlossen, ist auch die Translozierung des Gebäudes vollzogen.