Mitte der 1980er-Jahre war in den Medien vom „steirischen Durchmarsch in den Hitparaden“ die Rede. Doch dieser Erfolg kam nicht von heute auf morgen. Es bedurfte langer und beharrlicher Aufbauarbeit, bis Opus, STS oder die EAV im Jahr 1984 mit Hits wie „Live is Life“, „Fürstenfeld“ und „Go Karli Go“ zu Topsellern wurden. Etwas voraus waren ihnen die beiden in der Steiermark geborenen Musiker*innen Goldie Ens und Ludwig Hirsch, die bereits in den 1970er-Jahren veritable Hits landeten.
Am eindrucksvollsten zeigte sich der große Erfolg am 29. Juni 1985 im Stadion Graz-Liebenau. Bei dem von Opus organisierten Benefizkonzert „Opus & Friends“ spielten Opus gemeinsam mit der EAV, STS und vielen weiteren steirischen Musikschaffenden vor mehr als 25.000 Besucher*innen. Sogar Wolfgang Ambros, Maria Bill und Falco reisten nach Graz an, um sich in den Erfolgsreigen einzureihen.
1984 war auch jenes Jahr, in dem regionale Hits wie „Motorboot“ von KGB und „Willst du eine Banane?“ von FEZZZ in Heavy Rotation auf allen Kanälen liefen. Im Windschatten dieser Erfolge schafften es auch weitere Steirer*innen in die österreichischen Charts. Allen voran Stefanie Werger, Westwind, Wilfried, Joy, Ecco, Carl Peyer und Boris Bukowski. Dazu gesellten sich Projekte wie Alex Rehaks „Band für Steiermark“ oder internationale Projekte mit steirischen Wurzeln, wie Tokyo mit Robby Musenbichler und Fritz Matzka.