Mit der fortschreitenden Professionalisierung der Musikszene in der Steiermark in den 1970er-Jahren gewannen Tonträger zunehmend an Bedeutung. Im Vordergrund stand das Bedürfnis, die eigene Musik nicht nur live vor Publikum zu spielen, sondern auch aufzunehmen und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Trotz fehlender professioneller Produktionsmöglichkeiten in der Steiermark entstand ab 1969 eine überschaubare Anzahl von Tonträgern steirischer Bands in Kleinauflagen.
Immer wichtiger für die Szene wurde zudem ein professionelles Musikmanagement: Mit Fred Steinbrenner erhielten die Travellers (ab 1971 Turning Point) einen der ersten professionellen Manager für Popbands in der Steiermark. Er kümmerte sich u. a. um die geschäftlichen Belange mit Plattenfirmen: Bereits 1970 sicherten sich die Travellers so einen Plattenvertrag bei CBS und Turning Point verkaufte von der LP „Life Is Going On“ beeindruckende 50.000 Stück. Von der Zusammenarbeit mit ihrem Manager Lance Lumsden profitierte auch Goldie Ens, die mit „Goodbye Joe“ 1974 einen Erfolg landete.
Das erste professionelle Studio in der Steiermark entstand erst Ende der 1970er-Jahre. Andi Beit und Boris Bukowski bauten ihren eigenen Proberaum in der Schönaugasse zum Magic Sound Studio aus – samt separater Aufnahmeräume, Mischpult und 8-Spur-Bandgerät. Hier entstanden nicht nur Aufnahmen für die eigene Band Magic, sondern auch erste Demos oder Platten der EAV, STS, Musyl & Joseppa oder Blizzfrizz.