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Die Ausstellung „Kindheit im Wandel. Von der Strohpuppe zum Smartphone“ beleuchtet die vielfältigen Facetten von Kindheit

 

Krieglach, am 29.03.2025

 

Die heute eröffnete Sonderausstellung Kindheit im Wandel. Von der Strohpuppe zum Smartphone geht verschiedenen Formen von Kindheit im Laufe der Zeit auf den Grund, wobei diese Unterschiede nicht nur historisch, sondern auch sozioökonomisch beleuchtet werden. Kinder erfahren Kindheit je nach Zeit, geografischer und gesellschaftlicher Herkunft, familiärer Situation und Geschlecht ganz unterschiedlich. Wie hat sich das Leben von Kindern in den letzten 200 Jahren verändert? Was unterscheidet eine Kindheit im 19. Jahrhundert von der der heutigen Gen Z oder Generation Alpha?

Die heute eröffnete Sonderausstellung beleuchtet das Thema Kindheit aus verschiedenen Blickwinkeln und lädt zum Entdecken ein. Ausstellungskuratorin Bianca Russ-Panhofer, Leiterin der Rosegger Standorte Barbara Müller, Direktor des Universalmuseums Joanneum Marko Mele v.l., Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

Die Ausstellung beleuchtet die vielfältigen Facetten von Kindheit – von Erziehung, Bildung und Spiel bis hin zu Arbeit, Ernährung und medizinischer Versorgung – und zeigt, wie sich Kindheit über Generationen hinweg verändert hat. Erziehungsschwerpunkte unterschieden sich für Mädchen und Jungen auch innerhalb ihrer sozialen Gesellschaftsschicht. Bürgerliche Jungen wurden auf ihre Rolle als Ernährer und Beschützer der Familie getrimmt, während Mädchen auf ihre Aufgaben als Mutter, Ehe- und Hausfrau vorbereitet wurden. Dies erfolgte bereits in jungen Jahren durch die Bereitstellung von geschlechtsspezifischem Spielzeug. "Ein Blick in Kinderaugen ist eine Reise in die Vergangenheit. Oft wünschen wir uns für unsere Kinder eine Kindheit wie die, die wir selbst erleben durften. Doch die Welt verändert sich. Die Ausstellung nimmt uns mit in die Zeit von Peter Rosegger und zeigt auf leicht romantisierte und humorvolle Weise den Alltag jener Zeit. Themen wie Kleidung, Medizin, Ernährung und Erziehung spiegeln den Wandel wider, den Kinder damals und heute erleben. Besonders spannend ist es zu sehen, wie sich die Kindheit über die Generationen hinweg verändert hat", so Direktor Marko Mele zur Ausstellung

 

Kuratorin Russ-Panhofer: "Die Geschichte der Kindheit ist untrennbar mit Peter Rosegger verbunden. Er hat sich nicht nur intensiv mit Erziehung, Schulbildung und der Vernachlässigung von Kindern auseinandergesetzt, sondern auch Vorschläge gemacht, wie man es besser machen kann. Die Ausstellung beleuchtet die Kindheit in all ihren Facetten – damals und heute. Sie zeigt den Wandel und die Herausforderungen, die Kinder in der digitalen Welt erleben. Vielleicht regt sie auch dazu an, selbst einmal innezuhalten und zu überlegen, wie weit die Digitalisierung gehen sollte." 

 

Die Ausstellung zeigt die vielfältigen Aspekte der Kindheit – von Erziehung und Bildung über Spiel bis hin zu Arbeit, Ernährung und Gesundheit, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

Die Kindheit von Peter Rosegger

Die Erzählungen aus der Waldheimat geben trotz ihres teilweisen fiktiven Charakters einen Einblick in die Verhältnisse der Kindheit Roseggers und seiner Geschwister am heimatlichen Kluppeneggerhof. Auch in weiteren Werken schrieb der Autor, Dichter und Journalist eindrucksvoll über die Herausforderungen und Freuden der Kindheit in der ländlichen Steiermark des 19. Jahrhunderts. In kritischen Artikeln der Monatsschrift Heimgarten thematisierte er die mangelnde Pflege der Kinder und die Lieblosigkeit im Umgang mit ihnen. Er erläutert, wie er sich die richtige Umgebung für Kinder, ihre Erziehung und Schulbildung vorstellt. Seine der allgemeinen Meinung der Zeit entsprechende Einstellung zur unterschiedlichen Erziehung von Mädchen und Jungen wird ebenfalls thematisiert. Viele seiner Beobachtungen treffen bis heute einen Nerv und liefern spannende Einblicke in eine vergangene, doch für uns zumindest geografisch nahe gelegene Welt.

 

Barbara Müller, Leiterin der Museen in Schloss Stainz und der Rosegger Standorte, bei der Ausstellungseröffnung: "Museen sind bedeutende Hüter der regionalen Identität. Peter Rosegger nimmt in dieser Region eine besondere Stellung ein – seine Werke und Eindrücke prägen unsere wirtschaftliche und kulturelle Geschichte. Sein Erbe zu bewahren und gemeinsame Projekte für Literatur und Kultur zu gestalten, ist eine wertvolle Aufgabe."

Ausstellungsansicht Kindheit im Wandel im Studierhäusl des Rosegger-Museums in Krieglach, Foto: Universalmuseum Joanneum/J.J. Kucek

Bildmaterial zum Download finden Sie unter: KINDHEIT

 

Kindheiten im Wandel. Von der Strohpuppe zum Smartphone
Laufzeit: 29.03.–31.10.2025
Kuratiert von Bianca Russ-Panhofer
Ort: Rosegger-Museum Krieglach, „Studierhäusl“, Roseggerstraße 44, 8670 Krieglach
Öffnungszeiten: 29.03.–31.10.2025, Di–So, Feiertag, 10–17 Uhr
Informationen: +43-3855/2375, info-rosegger@museum-joanneum.at

 

 

 

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