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Information zur Entfernung einer Baumgruppe im Eggenberger Schlosspark

Die Leitung des Universalmuseums Joanneum teilt mit Bedauern mit, dass im denkmalgeschützten Schlosspark von Eggenberg die dringende Notwendigkeit für einen größeren Eingriff in die bestehende Baumkulisse besteht.
Den Erhalt des historischen Baumbestandes mit der Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher zu vereinbaren, stellt eine besondere Herausforderung dar. Sie ist eine Gratwanderung zwischen dem Respekt für das Gartendenkmal und der Verantwortung für unsere Gäste. Manchmal sind wir leider auch zu tiefgreifenden Maßnahmen gezwungen, die über die laufende Pflege, die man kaum bemerkt, hinausgehen. Nur so kann die Gefahr weiterer Schäden minimiert werden und der Eggenberger Schlosspark als „lebendiges Denkmal“ erhalten bleiben.

Die regelmäßigen Kontrollen im Eggenberger Park zeichnen trotz hohen Pflegeaufwands in letzter Zeit ein immer bedrohlicheres Bild vom Zustand des historischen Baumbestandes. Grund dafür ist einerseits die Überalterung des Parks, verschlechterte Umweltbedingungen, jedoch auch Pflegevernachlässigung in den Jahren zwischen 1938 und 1990, in denen der Park ohne Gärtner auskommen musste. Im Vorjahr waren bereits außergewöhnlich große Schäden bei recht harmlosen Stürmen zu verzeichnen.

Eine Baumgruppe am ersten Seitenweg südlich des Hauptzugangs zum Schloss ist nun in so unmittelbarer Gefahr, dass ein sofortiges Eingreifen erforderlich ist. Der Schädigungsgrad der Bäume durch Pilzbefall ist hier soweit fortgeschritten, dass die Standfestigkeit der meisten Exemplare nicht mehr gewährleistet ist, im Vorjahr sind gerade an dieser Stelle bei einem leichten Sturm bereits zwei über 20m hohe Buchen umgestürzt. Da die Baumgruppe einen beliebten Spazierweg überschirmt, können wir hier die Sicherheit der Parkbesucher und -besucherinnen nicht mehr garantieren.

Die Verantwortung für die Besucher in einem öffentlichen Gartenbereich zwingt uns daher zum Handeln. Leider kann mit dem Entfernen einzelner Bäume aus dem Verband diesmal nicht mehr das Auslangen gefunden werden. Wegen des fortgeschrittenen Pilzbefalls muss ein kompletter Erdaustausch in diesem Bereich erfolgen, um einen neuerlichen Pilzbefall der Jungpflanzen zu verhindern. Wir sind also gezwungen, einen Großteil der Gruppe (insgesamt 11 Exemplare) gänzlich zu entfernen und neu zu pflanzen.

Die Ersatzpflanzung, die im unmittelbaren Anschluss an das Entfernen der Baumveteranen erfolgen wird, orientiert sich exakt am Altbestand und wird laut gültigem Parkpflegewerk die ursprüngliche Bepflanzung aus der Mitte des 19.Jhs. wiederherstellen: Rotbuche und Bergahorn als Solitärbäume, sowie die ehemalige Unterpflanzung (Strauchgruppen mit Bluthartriegel, Bodendecker aus Efeu und Immergrün, sowie Frühlingsgeophyten)

Der Grad der Schädigung ist auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen, doch sieht man das beginnende Absterben einzelner Exemplare an den Spitzen.


Beim genauen Hinsehen, wird jedoch deutlich, wie sehr die durch Pilzbefall verursachte Weißfäule den Wurzelbereich bereits geschädigt hat. Hier verliert der Baum seine Verankerung und Standfestigkeit, sodass ein auf den ersten Blick vitaler Baum beim geringsten Sturm fallen kann.


So geschehen im September 2011.

 

Die Arbeiten werden am 21. März beginnen und sollen bis Ostern abgeschlossen sein.
Zeitplan: 21. – 24.3. Fällen der Bäume und Abtransport der Stämme/26.- 30.3. Entfernen aller Wurzelstöcke, Erdaushub (ca. 2 m tief), Auffüllen mit frischer Erde/ 2.- 5.4. Neubepflanzung, Wegesanierung