Sammlung
Die Kulturhistorische Sammlung wurde 1895 im neu erbauten Museumsgebäude in der Neutorgasse 45 durch Kaiser Franz Josef I. feierlich eröffnet. Das „Kulturhistorische und Kunstgewerbemuseum" geht auf eine Initiative des Bildhauers Karl Lacher zurück.
In einer Zeit zunehmender Industrialisierung wurde jegliche Handarbeit und somit das Kunstgewerbe verdrängt. Zahlreiche internationale Präsentationen und ab 1851 auch Weltausstellungen lösten eine Gegenbewegung aus, die dem Kunstgewerbe, aber auch der Kulturgeschichte zu neuer Bedeutung verhalfen. Zahlreiche Kunstgewerbemuseen wie das Viktoria und Albert Museum in London, das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg oder das K.K. Österreichische Museum für Kunst und Industrie in Wien, heute MAK, entstanden.
Wie in den Statuten von 1887 beschlossen, soll das Museum die „Kulturepochen des Landes ... von der früheren Zeit des Mittelalters ... bis zur Gegenwart zur Anschauung bringen". Der Neubau dieses Museumsgebäudes wurde wegen seiner "volkswirtschaftlichen Bedeutung" als „eine mächtige Waffe [im] schweren Kampf, den das Gewerbe zu führen hat" bewilligt.
Karl Lacher beabsichtigte, den Besucherinnen und Besuchern neben einer Mustersammlung kunstgewerblicher Arbeiten „ein übersichtliches ethnographisches Bild von dem Wohnen, dem häuslichen Leben und Schaffen der Bewohner der Steiermark" zu präsentieren.
Die Neuaufstellung der Studiensammlung wird zu einem späteren Zeitpunkt eröffnet.
Die Glassammlung
Die Glassammlung ist vor allem durch die Vielfalt ihres Bestandes von Bedeutung. 
Die Keramiksammlung
Einer der ersten Sammlungsschwerpunkte der Kulturhistorischen Sammlung konzentrierte sich auf Keramik. Dieser Objektbestand umfasst heute rund 3.000 Objekte: Öfen, Kacheln, Fliesen, Krüge, Vasen, Schalen, Kannen, Tassen, Teller und Ziergegenstände. 
Die Möbelsammlung
Die Möbelsammlung der Kulturhistorischen Sammlung umfasst etwa 1.400 Objekte und besteht neben Möbeln im eigentlichen Sinn – wie Anrichten, Schränken, Kommoden, Truhen, Kassetten, Schreibmöbel, Tischen, Wiegen, Betten und Sessel – auch aus Bilderrahmen, Schnitzarbeiten und Fahrzeugen wie Schlitten, Wagen und Fahrrädern. 
Die Schmucksammlung
Diese Sammlung umfasst rund 1.500 Schmuckstücke aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert: Amulette, Rosenkränze, Armbänder und -reifen, Ringe, Broschen, Halsketten, Anhänger, Medaillons, Ohrringe, Hut-, Haar- und Anstecknadeln, Orden, Medaillen. 
Die Schmiedeeisensammlung
In der ca. 4.000 Objekte umfassenden Schmiedeeisensammlung spiegelt sich die Bedeutung des Erzabbaues in der Steiermark wider. 
Die Textilsammlung
Die Schwerpunkte der Textilsammlung liegen in der Bekleidung und den dazu passenden Accessoires. Die Textilsammlung wird durch Spitzen, Gewebe und Stickereien sowie Teppiche, Tapeten und kirchliche Textilien ergänzt. 
Die Zunftsammlung
Dieser Sammlungsbestand dokumentiert die Geschichte des Handwerks in der Steiermark und umfasst rund 120 Objekte: Zunftladen, Zunftkannen, Zunfthumpen, Zunftringe, Zunftzeichen, Zunftschilder, Zunftsiegel, Zunftkassen und Zunftfahnen. 












