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Dauerausstellung

Das Münzkabinett in Schloss Eggenberg erzählt einprägsame Münzgeschichten aus der Steiermark – vom Panthertaler der Münzstätte Graz bis zum Wuschelkopf-Typen der Kelten, von der Goldmünze aus Flavia Solva, die zu einem Schmuckstück umgearbeitet wurde, bis zum Renaissance-Medaillenkleinod Erzherzog Karls II. von Innerösterreich.

Schausammlung Münzkabinett

Die Präsentation arbeitet die Schwerpunkte des Sammlungsbestands heraus und lässt sich von ihrem Standort inspirieren. Die Bühne für das neue Münzkabinett bilden zwei Räume im ältesten Teil von Schloss Eggenberg, dem im 15. Jahrhundert angelegten Vorgängerbau der fürstlichen Residenz.

Der Raum „Balthasar Eggenberger“ wurde benannt nach seinem Erbauer, dem reichsten Grazer Bürger des ausgehenden Mittelalters, und gibt Einblick in das Leben dieses Finanztycoons, der den Grundstein zum steilen Aufstieg des Hauses Eggenberg legte. Ausgehend von der Person des Balthasar Eggenberger werden den Besucher/innen die Auswirkungen und Hintergründe einer spektakulären Geldkrise geschildert, die um 1460 die Menschen und die Wirtschaft in den österreichischen Ländern maßgeblich schädigte: die Zeit, als die so genannten Schinderlinge, minderwertige Pfennigmünzen aus Kupfer, im Umlauf waren.

Der bedeutendste Eggenberger und Bauherr des Schlosses, Hans Ulrich von Eggenberg, bestimmt die Atmosphäre des zweiten Raums, dessen Münzen einen Überblick über das steirische Münzwesen und den Münzumlauf in der Steiermark von der Antike bis in das ausgehende Barockzeitalter geben.
Ausgesuchte Stücke aus der Münzstätte Graz zeigen die Leistungen dieser Prägestätte, in der von etwa 1215 bis zu ihrer Schließung durch Maria Theresia Jahrhunderte hindurch Münzgeld hergestellt wurde. Eindrucksvolle Münzschätze und ausgewählte Einzelstücke dokumentieren die Zugehörigkeit der Steiermark zu überregionalen Geldsystemen seit der Zeit der Kelten.

Den Abschluss der Schausammlung bilden gleichsam als Hommage an den Genius Loci die Münzen und Medaillen der Familie Eggenberg.