Treffen des Arbeitskreises Provenienzforschung
im Universalmuseum Joanneum
Am 25. und 26. April 2012 tagte auf Einladung des Universalmuseums Joanneum der Arbeitskreis Provenienzforschung in Graz.
Dieser ist ein seit über 10 Jahren bestehender Zusammenschluss von Forscherinnen und Forschern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA, die sich mit der Herkunft von Kunst- und Kulturgegenständen beschäftigen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Überprüfung der Bestände der von ihnen vertretenen Einrichtungen (Museen, Bibliotheken, Archive, andere öffentliche Einrichtungen wie Universitäten und deren Institute, Kunsthandel). Im Fokus steht jeweils die Frage nach der Herkunft der Sammlungsbestände und ob sich darunter Objekte befinden, die ihren Eigentümerinnen und Eigentümern während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgungsbedingt entzogen wurden.
Der Arbeitskreis trifft sich in der Regel zweimal im Jahr, um über aktuelle Methoden, Standards und Recherchen in der Provenienzforschung zu diskutieren. Sein Ziel ist der fachliche Austausch und die Förderung der Provenienzforschung.
Durch das steigende öffentliche Interesse an dieser Thematik und das wachsende Verantwortungsbewusstsein in verschiedenen Institutionen (Museen, Bibliotheken etc.) erweiterte sich der Forscher/innen-Kreis, der sich in einem eigenen Webportal vernetzt, in den letzten zehn Jahren stetig.
Nach der Präsentation der Provenienzforschung am Universalmuseum Joanneum standen beim Treffen in Graz die Themen Provenienzmerkmale und ihre Dokumentation, kunstgewerbliche Sammlungen und der Kunsthandel im Mittelpunkt der Diskussionen. Es trafen sich mehr als 80 Fachkolleginnen und -kollegen aus fünf Ländern (Österreich, Deutschland, England, den Niederlanden und Frankreich).
Dem Treffen ging am Dienstag, dem 24. April 2012, eine Sitzung der österreichischen Kommission für Provenienzforschung voraus, die vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur in Schloss Eggenberg abgehalten wurde und sich besonders der Arbeit in den einzelnen Bundesländern widmete.
Beide Veranstaltungen wurden vom Land Steiermark, Abteilung für Wissenschaft und Forschung, sowie vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert.
Allgemeine Informationen zur Provenienzforschung im Universalmuseum Joanneum finden Sie unter folgendem Link: Provenienzforschung








