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Der grimmige Berg

Neues entdecken ab 31. März 2012

Auch 2012 wird die Sonderausstellung Der grimmige Berg. Mons Styriae altissimus im Schloss Trautenfels gezeigt. Äußerst sehenswerten Ergänzungen machen den Museumsbesuch ab 31. März erneut zu einem spannenden Ausstellungserlebnis.

Ein besonderes Ausstellungs-Highlight
Als herausragende Erweiterung der Ausstellung darf das Werk Il mystero delle cathedrali von Anselm Kiefer gewertet werden, das im Marmorsaal von Schloss Trautenfels erstmals öffentlich zu sehen ist. Der Künstler hat sich in mehreren Werken mit dem Thema Berg und auch mit dem Grimming auseinandergesetzt. Anselm Kiefer, Il mystero delle cathedrali, 2011

Anselm Kiefer wurde 1945 in Donaueschingen geboren und zählt heute zu den erfolgreichsten deutschen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Er begann 1965 ein Studium der Rechtswissenschaften, Romanistik und Literatur, widmete sich aber bald der Kunst und studierte von 1966 bis 1968 Malerei in Freiburg und Karlsruhe. In Düsseldorf war er Schüler von Joseph Beuys. Mit seiner Abschlussarbeit sin Form einer Performance setzte er sich 1969 kritisch mit der NS-Herrschaft auseinander, was zu heftigen Diskussionen in der Öffentlichkeit führte. Nach mehreren Lebensstationen in Deutschland und Frankreich lebt er seit 2008 in der Nähe von Paris. Anselm Kiefer hat sich in seinem Werk intensiv mit der deutschen Nachkriegsgeschichte auseinandergesetzt. Der Umgang mit dem Erinnern und dem Vergessen taucht als zentrale Frage immer wieder auf. Häufig greift er auf literarische Vorlagen zurück, die er künstlerisch verdichtet. In seinen großformatigen Arbeiten kommen neben dicken Farbschichten unterschiedlichste Materialien zum Einsatz: Glas, Holz, Pflanzen, aber auch Metalle und Blei, die mit Feuer, Spitzhacke oder Axt bearbeitet werden.

Neue Objekte und Inhalte
Weitere neu ergänzte Objekte und Inhalte komplettieren die Ausstellung. Neues Foto- und Informationsmaterial wie z. B. ein Bilderbuch aus Privatbesitz mit dem Titel SCHNEE, in dem Grimming und Schartenspitze als „Herr und Frau Grimming“ gezeichnet sind, wurde digitalisiert und kann über Monitore bewundert werden. Zudem sind ein Film über den Sommertorlauf in der Schneegrube aus dem Jahr 1956, Objekte aus dem Bereich Alltagskultur sowie zwei Bilder von Franz Roubal zu sehen.

Ihre persönlichen Ergänzungen
In partizipativer Arbeit wird in Form von Interviews, Filmdokumentationen und Materialsammlungen ein Teil der Ausstellung permanent erweitert, um so eine umfassende Dokumentation rund um den Grimming zu erhalten.  Wir laden die Bewohnerinnen und Bewohner der Region weiterhin ein, Wahrnehmungen und Erlebnisse rund um „ihren“ Grimming aufzuzeichnen und uns für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Der ausstellungsbegleitende Internet-Blog www.meingrimming.at dient der interaktiven Kommunikation bzw. Materialsammlung.