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Dauerausstellung

 

Seit Mai 2011 ist die Kulturhistorische Sammlung des Universalmuseums Joanneums im Palais Herberstein wieder öffentlich zugänglich. Dieses Bauwerk zählt zu den bedeutendsten Adelspalais in der Grazer Altstadt und wurde 2010-2011 umfassend saniert. Die barocke Raumausstattung – wie zum Beispiel der eindrucksvolle Spiegelsaal - wird als authentisches Original-Ensemble in den Rundgang der neuen Dauerausstellung integriert, die dem Thema „Statussymbole“ folgt.

Museum im Palais

Die ausgestellten Exponate repräsentieren politische Macht, adeligen Lebensstil und höfische Bildung und haben zumeist einen engen historischen Bezug zur Steiermark oder zu Graz. Zu den Höhepunkten des Museums im Palais zählen zum Beispiel der sogenannte „Steirische Herzogshut“ (um 1400), der gotische Prunkwagen Friedrichs III. (um 1452) oder die weltweit einzige in ihrer Echtheit unumstrittene Traversflöte des bedeutenden französischen Instrumentenbauers und Flötisten Jean Hotteterre (um 1680).

Die Kulturhistorische Sammlung am Universalmuseum Joanneum geht auf eine Initiative des Bildhauers Karl Lacher (1850–1908) zurück und wurde erstmals im Jahr 1895 öffentlich präsentiert. Das sogenannte „Kulturhistorische und Kunstgewerbemuseum“ war ursprünglich im neobarocken Museumsgebäude in der Grazer Neutorgasse beheimatet, das seit  November 2011 in das Joanneumsviertel integriert ist. Karl Lacher war fasziniert von jener Bewegung, die sich ausgehend von der ersten Weltausstellung (London, 1851) gegen die Macht der Industrialisierung und die damit verbundenen Verfallserscheinungen des Handwerks auflehnte.
Davon inspiriert entstanden zahlreiche Kunstgewerbemuseen in Europa, wie zum Beispiel das Victoria & Albert Museum oder das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg, das Lacher nachhaltig beeinflusste. Diese neugeschaffenen Sammlungen lieferten den Handwerkern Vorbilder und stellten neben dem wirtschaftlichen Nutzen der kunstgewerblichen Produkte vor allem deren ästhetische Qualität in den Vordergrund. Schon im Jahr 1884 formulierte Lacher erste Gedanken für das Kunstgewerbemuseum in Graz, das „ein übersichtliches ethnographisches Bild von dem Wohnen, dem häuslichen Leben und Schaffen der Bewohner der Steiermark“ geben sollte. Im Jahr der Museumseröffnung durch Kaiser Franz Joseph I. (1895) konnte die Kulturhistorische Sammlung bereits 5.394 Objekte aufweisen – bis heute ist diese Zahl auf rund 35.000 Exponate angewachsen.

 

Katalog "Museum im Palais" Publikation zur Dauerausstellung:
Museum im Palais. Die Kulturhistorische Sammlung
ISBN 978-3-90209-534-3
© Universalmuseum Joanneum
Preis: 19,90 €
erhältlich im Shop im Museum im Palais 

Hören Sie einen Auszug aus der die Ö1 Sendung "Schön gehört? Die Ö1-Clubsendung" zum Thema "Museum im Palais"- Universalmuseum Joanneum Graz vom Mittwoch, 11. Mai 2011 um 11:35 Uhr in oe1.ORF.at.


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Ausgewählte Objekte

Damenkleid, Robe à la française, um 1760

Seidenbrokat, Klöppelspitzen aus Metallfäden  Lesen Sie mehr

Damenkleid, Robe à la française, um 1760

Erzherzogshut

Silber gegossen, geschmiedet, vergoldet
Samt, Perlen in emaillierter Blattfassung, Hermelin und Mauswieselschwänzchen von 1766  Lesen Sie mehr

Erzherzogshut

Fächer

um 1770
Pergament bemalt, Stäbe aus Elfenbein geschnitzt, bemalt  Lesen Sie mehr

Fächer

Geldtruhe des Franz Dismas Graf von Attems

Steiermark, 1733
Schmiedeeisen getrieben, Schlossdeckplatte bemalt, Messingschild graviert  Lesen Sie mehr

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Helm

Nürnberg, um 1575
Schmiedeeisen geätzt, geschwärzt  Lesen Sie mehr

Helm

Himmelsglobus

Venedig (?), 1692
Globus: Papier, Kupferstich koloriert, lackiert
Gestell: Nussbaum-, Nadel- und Lindenholz geschnitzt, lackiert, vergoldet.  Lesen Sie mehr

Himmelsglobus

Klappsonnenuhr

Georg von Peuerbach, 1455
Messing gegossen, graviert  Lesen Sie mehr

Klappsonnenuhr

Ober- und Unterwams von Friedrich Graf Stubenberg

Das Wams wurde von Friedrich von Stubenberg als Grabgewand getragen und im Zuge der Öffnung der Grabkammer unter der Jakobskirche in Frauenburg bei Unzmarkt im Jahre 1971 entdeckt.  Lesen Sie mehr

Ober- und Unterwams von Friedrich Graf Stubenberg

Prunkwagen

An den Stirnseiten je drei Spitzbogenfelder mit geschnitzten Wappen  Lesen Sie mehr

Prunkwagen

Schwert des Oberst-Erblandmarschalls

um 1650
Stahl gebläut, graviert, vergoldet, Griff mit Seidensamt überzogen  Lesen Sie mehr

Schwert des Oberst-Erblandmarschalls