Aufbauarbeiten der Stadtgemeinde Graz, ca. 1927/28
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insMuseum.com ist eine breit angelegte Werbekampagne für Österreichs Museen im Jahr 2012. Von Anfang Mai bis Mitte August wird jeden Tag ein Objekt aus einem mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichneten Museum vorgestellt. Die ausgewählten Objekte spiegeln den Facettenreichtum der österreichischen Museumslandschaft wider und zeigen gleichzeitig das umfassende Aufgabenspektrum der Institution Museum im 21. Jahrhundert.
Die Objekte stammen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen – von der Archäologie bis zur Zoologie. Die Auswahl bestimmen die Museen selbst, wobei besonderes Augenmerk auf die Einzigartigkeit / das Spezielle gelegt wird, aber auch interessante Hintergrundgeschichten und Anekdoten nicht zu kurz kommen werden.
Aktuelles Objekt:
Aufbauarbeiten der Stadtgemeinde Graz, ca. 1927/28
Dieser Film wurde zum 800-Jahr-Jubiläum der Stadt Graz produziert und zeigt das unbekannte ‚Rote Graz‘ und die rasanten gesellschaftlichen Entwicklungen der 1920er-Jahre. Jahrelang galt er als verschollen.
Die Aufarbeitung des audiovisuellen Erbes der Stadt Graz hat gezeigt, dass die steirische Landeshauptstadt – neben Wien – über die umfassendste filmische Dokumentation des Stadtlebens im 20. Jahrhundert verfügt. Ein ganz besonderes Highlight dabei sind die Fragmente des sogenannten Grazer Stadtfilms, der anlässlich des 800 Jahr-Jubiläums der Stadt Graz 1928 präsentiert wurde. Für diesen ursprünglich mehr als 6000 Meter langen, aber hoch entzündlichen Nitrozellulose-Film wurde sogar eigens ein Stollen errichtet. Trotz dieser Hochsicherheitsaufbewahrung galt der Film lange Jahre als verschollen und wurde vom Regisseur Friedrich Muchitsch selbst in Fragmenten am Flohmarkt wieder aufgefunden und in den 1980er-Jahren den Multimedialen Sammlungen übergeben.
Dieser sehr frühe Imagefilm wurde von Bürgermeister Vinzenz Muchitsch in Auftrag gegeben und präsentiert kommunalpolitische Einrichtungen, die nicht nur für die damalige Zeit überaus fortschrittlich waren. So unterstreicht der Film unter anderem das Verständnis der Stadt, für das Wohl der Kinder und Jugendlichen von der Geburt bis zur Volljährigkeit zuständig zu sein. Unter anderem werden Gratiseinrichtungen der Stadt im Bereich der Kindernachmittagsbetreuung, der ärztlichen Untersuchungen oder des Jugendsports präsentiert.
Ausschnitte des Films finden sich auf der DVD Österreich in historischen Filmdokumenten. Edition Steiermark. Graz 1914–1933 wieder, die die Multimedialen Sammlungen mit dem Filmarchiv Austria herausgegeben hat.
Filmstill aus: [Jugendsport in Graz (Fragment)], Produktion: Werbelicht, Aufnahme: Ing. Fritz Muchitsch, Auftraggeber: Stadtgemeinde Graz, 3’50”, s/w und viragiert, stumm, ca. 1928, Sammlung Universalmuseum Joanneum
![Produktion: Werbelicht, Aufnahme: Ing. Fritz Muchitsch, Auftraggeber: Stadtgemeinde Graz, 3’50”, s/w und viragiert, stumm, ca. 1928, Sammlung Universalmuseum Joanneum Filmstill aus: [Jugendsport in Graz (Fragment)],](/upload/image/detail/27257.jpg)
![Produktion: Werbelicht, Aufnahme: Ing. Fritz Muchitsch, Auftraggeber: Stadtgemeinde Graz, 3’50”, s/w und viragiert, stumm, ca. 1928, Sammlung Universalmuseum Joanneum Filmstill aus: [Jugendsport in Graz (Fragment)],](/upload/image/detail/27258.jpg)




