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Sammlung

Die Anfänge der Münzensammlung am UniversalmuseumJoanneum gehen auf Erzherzog Johann zurück, der in den Gründungsstatuten des Joanneums im Jahr 1811 festhielt, dass „inländische Münzen von allen Metallgattungen zusammengereihet“ werden sollen. Der Stifter schenkte dem Joanneum immer wieder auch persönlich Münzen, die er im Rahmen seiner Aktivitäten zur Erforschung der Landesgeschichte ausfindig machte; so übergab er dem Museum im Jahr 1819 eine von ihm in der Nähe von Knittelfeld in der Obersteiermark ausgegrabene 40-Nummia-Münze des byzantinischen Kaisers Phokas (602-610 n. Chr.).

Byzanz, 40 Nummia

Ihre im Laufe der Zeit durch Schenkungen, Ankäufe und archäologische Grabungen vermehrten Bestände machen die joanneische Münzensammlung zur zweitgrößten öffentlichen Münzensammlung in Österreich. Heute auf rund 70.000 Objekte angewachsen, beherbergt die Münzensammlung als Besonderheiten Prunkstücke der Prägestätte Graz und Schatzfunde sowie Einzelfunde aus der ganzen Steiermark.

In der Münzensammlung wird das Phänomen Münze erforscht und gezeigt, dass Münzen nicht nur eine geldgeschichtliche, sondern auch eine gesellschaftspolitische, ästhetische und landeskundliche Aussagekraft innewohnt.

Derzeit laufen am Münzkabinett zwei Projekte zur Erforschung seiner Sammlungsgeschichte.

Die Generalsammlung der römischen Münzen wird einer umfassenden Revision unterzogen mit dem Ziel, die Akzessionszeit und Provenienz dieser Bestände auf Basis des Wartinger’schen Münzkatalogs und des Zahn’schen Zettelkatalogs zu eruieren. Erste Teilergebnisse dieser Arbeit sind in die Neuaufstellung des joanneischen Münzkabinetts eingeflossen. So ist in der Zentralvitrine des Raums „Hans Ulrich von Eggenberg“ in der Sequenz „Römische Münzen“ unter anderem der im Jahr 1843 aufgefundene und nunmehr wieder zusammengeführte Münzschatz von Mürzzuschlag zu sehen.
Das zweite Projekt mit sammlungsgeschichtlicher Aufgabenstellung widmet sich der bedeutendsten Schenkung, die dem Münzkabinett am Universalmuseum Joanneum zuteil wurde, den venezianischen Münzen und Medaillen der Schenkung Attems.

Der Besuch des Münzkabinetts soll durch eine attraktive Daueraustellung, interdisziplinär orientierte Wechselausstellungen und ergänzende museale Programme zu einem spannenden und lustvollen Erlebnis werden. Dabei soll der Standort Schloss Eggenberg als Quelle der Inspiration genutzt werden.