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Fremde im Visier - Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg

Aufruf zur Ausstellung

Kuratorin: Petra Bopp (in Kooperation mit den Multimedialen Sammlungen)
Laufzeit: 19.10.2012 bis 01.09.2013
Ort: Multimediale Sammlungen, Joanneumsviertel

Mehr als siebzig Jahre nach Kriegsbeginn verhandeln die nachfolgenden Generationen intensiver denn je die Nachlässe und Erinnerungen aus dem Zweiten Weltkrieg. Wie geht man mit den oft verheimlichten Fotoarchiven, aufbewahrt in Schränken und Schubladen, mit diesen ganz speziellen, persönlichen Blicken ihrer Familien um?

Ausstellung "Fremde im Visier"

Die Ausstellung Fremde im Visier – Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg bietet Lesarten und Sichtweisen für ein tieferes Verständnis dieser Bildarchive an. Sie zeigt die Blicke deutscher und österreichischer Soldaten auf fremde Menschen, Landschaften und Kulturdenkmale in den besetzten Ländern. Dabei werden nicht nur die Motive und die Bildästhetik der Fotos untersucht, sondern auch der Einfluss der Kriegspropaganda auf die Amateurfotografie.

1939 besaßen rund zehn Prozent aller Deutschen einen eigenen Fotoapparat. Der Aufforderung des Propagandaministeriums, die Kamera auch im Krieg nicht ruhen zu lassen, folgten viele Soldaten bereitwillig. Neben den Feldpostbriefen sollte auch die Knipserfotos der Soldaten den Zusammenhalt zwischen Front und Heimat stärken. Die Familien bewahrten die Bilder der Abwesenden sorgfältig im heimatlichen Wohnzimmer auf. Anordnung und Kommentierung verweisen auf die subjektiven Konstruktionen von Krieg.

Ausstellung "Fremde im Visier"

Zu diesem Zweck bitten die Multimedialen Sammlungen die steirische Bevölkerung, erhaltene Fotoalben steirischer Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg für dieses Projekt zur Verfügung zu stellen. Selbstverständlich garantieren wir einen respektvollen und professionellen Umgang mit ihren privaten Fotografien.

Ansprechpartnerin dafür ist Frau Mag. Petra Scheiblechner, Historikerin und Mitarbeiterin der Multimedialen Sammlungen, die montags bis mittwochs erreichbar ist:
T +43-316/8017-9417, petra.scheiblechner@museum-joanneum.at

Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit!